Ich sag's dir ganz ehrlich: Als ich vor ein paar Jahren zum ersten Mal gehört habe, dass Köche sich als Freelancer selbstständig machen, war ich skeptisch. Kochen und Freelancing? Das klang für mich nach Foodblogger, nicht nach jemandem, der in einer echten Küche steht. Aber ich lag falsch. Komplett falsch.
Die Gastronomie in Österreich hat ein massives Problem. Personalmangel. Ob in Wien, Graz, Salzburg oder Innsbruck – Restaurants, Hotels und Caterer suchen händeringend nach Köchen. Und genau hier liegt deine Chance, wenn du bereit bist, einen etwas anderen Weg zu gehen.
Du arbeitest nicht fix angestellt bei einem Betrieb, sondern bietest deine Dienste projektbasiert an. Ein Pop-up-Dinner hier. Eine Hochzeit dort. Drei Wochen Saisonvertretung in einem Hotel in Innsbruck. Oder regelmäßige Einsätze bei einem Caterer in Wien, aber eben auf Werkvertragsbasis.
Das Schöne daran? Du bestimmst deinen Stundensatz. Du wählst deine Aufträge. Und wenn du mal zwei Wochen frei haben willst – nimm sie dir einfach.
Klingt zu gut? Ist es nicht. Aber es braucht Vorbereitung.
Bevor du loslegst, brauchst du in Österreich ein Gewerbe. Für Köche ist das in der Regel das freie Gewerbe "Zubereitung von Speisen" oder – je nach Tätigkeit – ein reglementiertes Gastgewerbe. Den Unterschied solltest du unbedingt mit der WKO klären, bevor du dich anmeldest.
Hier die wichtigsten steuerlichen Basics, die du kennen musst:
Mein Tipp? Hol dir zumindest für das erste Jahr einen Steuerberater. Die 500–800 EUR, die das kostet, sparst du locker wieder ein, weil du keine Fehler machst.
Das hängt natürlich von deiner Erfahrung ab, von der Stadt und vom Auftrag. Aber um dir eine Orientierung zu geben: In Wien bewegen sich erfahrene Freelance-Köche zwischen 25 und 45 EUR pro Stunde. Für Spezialaufträge – Private Dining, Menüentwicklung, Food-Consulting – kann es auch deutlich mehr sein.
In kleineren Städten wie Graz oder Salzburg sind die Sätze tendenziell etwas niedriger, aber auch die Konkurrenz ist geringer. Und in touristischen Hotspots wie Innsbruck oder dem Salzkammergut? Da explodiert die Nachfrage in der Saison regelrecht.
Mundpropaganda ist in der Gastro immer noch Gold wert. Aber realistisch gesehen brauchst du gerade am Anfang mehr als das. Social Media hilft. Ein gutes Netzwerk hilft. Was aber wirklich den Unterschied macht: eine Plattform, auf der Auftraggeber gezielt nach deinen Skills suchen können.
Genau dafür gibt es WorkBid. Statt dich durch zehn verschiedene Jobportale zu klicken, kannst du dort dein Profil anlegen und wirst direkt von Betrieben gefunden, die genau jetzt einen Koch brauchen. Ob für einen Abend oder drei Monate.
Freelancing als Koch ist nicht für jeden. Du hast kein fixes Gehalt am Monatsende. Kein bezahlter Urlaub. Keine automatische Abfertigung. Wenn du krank bist, verdienst du nichts – zumindest nicht in den ersten Wochen, bis das Krankengeld der SVS greift.
Und du musst dich selbst organisieren. Rechnungen schreiben, Steuern vorausplanen, Aufträge akquirieren. Das liegt nicht jedem.
Aber wenn du jemand bist, der Abwechslung liebt, der gut ist in dem, was er tut, und der seine eigene Karriere in die Hand nehmen will – dann ist das hier eine echte Option. Keine theoretische. Eine, die funktioniert.
Erstell dir ein kostenloses Profil auf workbid.at, zeig, was du kannst, und lass die Aufträge zu dir kommen. Die Gastronomie in Österreich wartet auf Leute wie dich. Nicht irgendwann. Jetzt.